Monday, April 18, 2005

NEWS BULLETIN



News Bulletin
from
The International Free Protestant Episcopal Church
Rape as a weapon of war is being used in many countries worldwide to target defenseless people, usually women and children. The underlying message in war is that if a state is so weak as to allow this to happen, how can it possibly have the political and moral strength to govern a population? But there are other reasons beyond the weakness of a state. Those who rape women and children do it because it is easier to attack a defenseless person than it is to attack one who has the means to defend him- or herself. If we tolerate rape, we have no rights to call us Christians and to be a civilized nation.
'Ich war wie tot': Die 17-jährige Safi berichtet über ihr MartyriumEs gibt keine Rücksicht und keine Grenzen. In den Kriegen unserer Zeit werden Mädchen und Frauen gezielt vergewaltigt oder jahrelang missbraucht. Im umkämpften Nordosten der Demokratischen Republik Kongo unterstützt UNICEF ein Hospital für die Opfer der Gewalt. Die 17-jährige Safi berichtet über ihr Martyrium. Als es an einem Abend vor knapp zwei Jahren an ihrer Hütte klopfte, dachten Safi (Name geändert) und ihre Familie an einen Besuch der Nachbarn. Stattdessen drängten sechs bewaffnete Männer herein und verlangten Geld. Als sie keines fanden, richteten sie ihre Gewehre auf den Vater und befahlen ihm, mit der eigenen Tochter zu schlafen. Verzweifelt bat der Vater um Gnade – doch die Milizen lachten nur und erschossen ihn und die Mutter vor den Augen der Kinder. Safi wurde von drei Männern gepackt, in den Busch verschleppt und brutal vergewaltigt. "Es war wie in einem schlechten Film", erzählt das Mädchen, das heute in einem von UNICEF unterstützten Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Goma lebt. "Ich konnte nicht glauben, dass wirklich ich dort am Boden lag." Über ein Jahr lang hielten die Milizen Safi gefangen. Bevor die Männer zum Plündern loszogen, vergewaltigten sie Safi. Wenn sie abends zurückkamen, wurde sie wieder missbraucht. Als Strafe für einen Fluchtversuch prügelten sie das wehrlose Mädchen so sehr, dass es vor Schmerzen ohnmächtig wurde. "Irgendwann war ich kein Mensch mehr, ich war wie tot", sagt Safi. Ihr wurde klar, dass sie von einem ihrer Peiniger schwanger war. Verzweifelt wagte sie einen letzten Fluchtversuch – und er gelang. Safi konnte sich bis ins Krankenhaus von Goma durchschlagen, wo sie medizinisch betreut wurde. "Wären die Krankenschwestern nicht so nett zu mir gewesen, ich hätte mich umgebracht", sagt die heute 17-jährige. Für die Ärzte der Organisation "Doctors on Call for Services" (DOCS) ist die junge Frau kein Einzelfall: Seit April 2003 haben sie im Kongo mehr als eintausend vergewaltigte Frauen und junge Mädchen behandelt. Einige von ihnen haben so schwere innere Verletzungen erlitten, dass sie mehrfach operiert werden müssen. UNICEF hilft, das Krankenhaus zu erweitern und eine neue Station speziell für die Mädchen einzurichten. Die Ärzte erhalten von UNICEF zudem Medikamente und Verbandszeug. Um den Mädchen bei der Rückkehr in ihr Dorf zu helfen, unterstützt UNICEF die Ausbildung von Helfern für die psychosoziale Betreuung und vermittelt Kleinkredite, damit sich die Opfer eine Existenz aufbauen können. Am 7. Januar kam Safis Kind zur Welt, ein gesunder Junge. Safi nannte ihn - nach einem ihrer Betreuer im Krankenhaus – Fred. Schon in den ersten Lebenswochen hat der Kleine eine wunderbare Wendung bewirkt. Safi scheint ihr Martyrium zu vergessen, wenn sie ihn im Arm hält. Sie hat wieder Interesse am Leben gewonnen und sogar ein neues Zuhause gefunden: Eine Tante, die den Krieg überlebt hat, wird Safi und Fred aufnehmen.

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